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Schlafrichtung nach Vastu: Wohin dein Kopf zeigen soll

vor 4 Tagen
3 Min. Lesezeit

Es gibt in Vastu, der Lehre vom lebendigen Raum aus den Veden, nur ganz wenige strenge Regeln. Eine davon betrifft dein Bett: Schlaf nicht mit dem Kopf nach Norden. In fast jedem Haus, das ich lese, schaue ich zuerst auf den Schlafplatz. Dort liegst du jede Nacht sechs bis acht Stunden, ungeschützt und offen. Kein anderer Platz wirkt so lange auf dich.

In diesem Artikel erfährst du, wohin dein Kopf beim Schlafen zeigen soll, warum das so ist und wie du deine Schlafrichtung heute Abend in zwei Minuten selbst prüfst.

Die kurze Antwort: Süden oder Osten

  • Kopf nach Süden: sehr gut. Der Süden gibt Tiefe, Ruhe und Erdung. Für Erwachsene ist das meist die beste Wahl.

  • Kopf nach Osten: sehr gut. Der Osten steht für Klarheit und Weisheit. Ideal für Kinder, Schüler und alle, die viel lernen.

  • Kopf nach Westen: annehmbar. Wenn es anders nicht geht, ist der Westen in Ordnung.

  • Kopf nach Norden: nie. Das ist eine der wenigen Regeln in Vastu, die keine Ausnahme kennt, in keinem Zimmer.

Nordosten und Nordwesten gelten als ungünstig. Südosten und Südwesten kommen nur in Frage, wenn dein ganzes Haus selbst schräg zu den Himmelsrichtungen steht.

Warum nicht nach Norden? Das Magnetfeld

Die Erde ist ein großer Magnet. Ihre Feldlinien laufen von Süden nach Norden, Tag und Nacht, durch jedes Haus und durch jeden Menschen. Auch du bist polar: Dein Kopf wirkt wie ein Nordpol, deine Füße wie ein Südpol.

Liegst du mit dem Kopf nach Norden, stehen zwei Nordpole gegeneinander. Gleiche Pole stoßen sich ab. Die Rishis, die Seher der Veden, haben diese Regel aus genauer Beobachtung gewonnen, lange bevor jemand das Wort Magnetfeld kannte. Vastu ist in diesem Sinn Beobachtung, kein Glaube.

Liegt dein Kopf dagegen im Süden, fügst du dich in den Strom ein, statt dich gegen ihn zu stellen. Viele Menschen, die ihr Bett umgedreht haben, erzählen mir, dass sie sich am Morgen anders fühlen. Prüf es selbst.

So prüfst du deine Schlafrichtung in zwei Minuten

  1. Öffne auf dem Handy die Kompass-App.

  2. Leg dich ins Bett, so wie du schläfst.

  3. Halte das Handy flach auf Höhe deines Kopfes, mit der Oberkante zum Kopfteil. Halte Abstand zu Metallteilen, Lautsprechern und Ladegeräten.

  4. Lies ab, wohin dein Kopf zeigt.

Zeigt er nach Norden, dreh das Bett um. Das kostet nichts, und du kannst es noch heute tun.

Nicht nur die Richtung zählt: der Platz des Schlafzimmers

Die Kopfrichtung ist der schnellste Schritt. Der zweite ist die Lage des Schlafzimmers im Grundriss.

  • Elternschlafzimmer im Südwesten: ideal. Der Südwesten ist die schwere, haltende Ecke des Hauses. Hier findest du Ruhe und Standfestigkeit, und die Partnerschaft bekommt einen festen Grund.

  • Süden und Westen: gut.

  • Kinderzimmer im Westen oder Süden: Das gibt dem Kind Struktur und Verlässlichkeit.

  • Nicht im Nordosten: Der Nordosten ist das Tor der Energie, zu wach zum Schlafen. Ein Bett beschwert genau den Bereich, der leicht bleiben soll.

  • Nicht im Südosten: Hier wohnt das Feuer. Für Schlafende ist es zu heiß und kann Gereiztheit in die Partnerschaft bringen.

  • Nicht im Zentrum: Die Mitte des Hauses soll frei atmen.

Fünf Dinge, die ich im Schlafzimmer am häufigsten sehe

  1. Das Bett in der Linie der Tür. Steht das Bett genau in der Verlängerung der Tür oder zwischen zwei Türen, zieht ein Strom über dich hinweg. Rück es zur Seite.

  2. Ein Spiegel, der das Bett zeigt. Er raubt die Schlafkraft. Häng ihn um, dreh ihn weg oder deck ihn über Nacht ab.

  3. Ein Balken oder Regal über dem Kopf. Das wirkt wie ein Druck von oben. Verschieb das Bett, bis der Kopf frei liegt.

  4. Ladegeräte und Handy am Kopfteil. Das Handy schläft besser in der Küche.

  5. Kein fester Rücken. Das Kopfteil gehört an eine feste Wand, nicht unter ein Fenster und nicht frei in den Raum.

Wenn sich das Bett nicht drehen lässt

Manchmal passt das Bett nur in eine Richtung, weil Tür, Fenster und Dachschräge keinen anderen Platz lassen. Dann gilt: Erst die Nordrichtung vermeiden, dann die Richtung nehmen, die am wenigsten stört. Wenn auch das nicht geht, liegt der Hebel im Raum selbst: im Platz innerhalb des Zimmers, in Farben, Licht und in der Korrektur mit einem Yantra. Genau das schaue ich in einer persönlichen Beratung an.

Und deine persönliche Richtung?

Vastu kennt noch eine feinere Ebene. Aus deinem Mondhaus, dem Stand des Mondes bei deiner Geburt, ergibt sich deine eigene Himmelsrichtung. Für die eine ist der Osten die stärkere Wahl, für den anderen der Süden. Beide sind gut. Welche für dich die bessere ist, zeigt dein persönlicher Vastu-Plan.

Dein nächster Schritt

Prüf heute Abend deine Schlafrichtung. Und wenn du tiefer einsteigen willst: Beim kostenlosen Vastu-Live-Abend lernst du jeden Monat online die Grundlagen, an deiner eigenen Wohnung. Für deinen ganzen Grundriss gibt es die persönliche Begleitung Kraftquelle Zuhause. Das Erstgespräch ist kostenlos.

Ing. Jochen Hartmann · lifeART.vision · Die Kraft lebendiger Räume

 
 
 

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